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Mittwoch, 26. Oktober 2011

Busfahrt nach Pokhara and 10 days of Trekking

Kathmandu und Pokhara trennen 200 km, fuer diese Strecke haben wir 9h gebraucht. Der Bus war alles andere als ein Touristenbus, schon alleine wegen der nicht vorhandenen Beinfreiheit, ich bin klein, fuer mich ist es ok aber Julian hat freiwillig seinen Fensterplatz aufgegeben um seine Beine einigermassen im rechten Winkel zu positionieren. Die Fahrt war sehr abenteuerlich, Serpentinen deluxe, in den Kurven "hup, hup, hup", denn man weiss nicht, ob von der anderen Seite was kommt und wenn, dann wird irgendwie vorbeigezaubert, wer hier fahren kann, der kann es ueberall. Wie sollte es anders sein, es war ein Unfall und daher ging erstmal nix, alle mussten warten, es wurde ein Minibus zwischen grossem Bus und Felsen gequetscht, die Polizei wollte auch durch und dann haben wir gewartet. So vergingen dann von der Abfahrt bis zur Ankunft 9h. Am Abend haben wir den Ort erkundet, ganz schoen hier, kleiner See, nicht so viele Autos wie in Kathmandu und die Hunde sehen viel gepflegter aus :)



1. Tag Trekking Nayapul (1000m) ->Tikhedhunga (1.500m)-> 5h

Mit dem Taxi ging es von Pokhara nach Nayapul, von dort sind wir losgewandert. Nach der ersten 1/2 Stunde wusste ich, dass wird haerter als erwartet :( Ueber Stock und Stein, durch Wasser und Steinstapeltreppen hoch, schwitz, tropf, sogar mein Schweiss hat geschwitzt, unglaublich. Zum Mittag gabs Veggie Chow Mein, dann gings weiter, nach 5 h haben wir unser erstes Ziel erreicht "Tikhedhunga", sehr schoene Aussicht in den Dschungel, viele Muecken und auf dem Klo sass zur Begruessung ne freundliche grosse Spinne.

2. Tag Tikhedhunga (1500m) ->Ghorepani (2800m) -> 7h und mindestens 10 mio Stufen

6 Uhr aufstehen, Fruehstueck, Chapati mit Jam und Honey. Dann ging der Horror los, wir wurden vorgewarnst, dass es ein harter Tag wird aber ganz ehrlich, wenn ich alle Stufen in meinem ganzen Leben zusammen zaehle, dann waren dass mindestens 1000mal mehr, es war unglaublich und so hohe Stufen. Die Menschen hier sind sehr klein und die Stufen sind fuer Riesen gebaut. Am Abend waren wir sehr fertig, Julian hatte Kopfschmerzen und sah aus wie ausgespuckt, hoffentlich keine Hoehenkrankheit.

3. Tag Ghorepani (2800m) -> Tadapani (2630m) ->6.5 h


4:30 Uhr aufstehen, wir sollen uns den Sonnenaufgang am "Pun Hill" angucken, unsere Zimmernachbarn sind 45 min frueher aufgestanden um auf den Berg zu marschieren aber auf Grund des wahnsinns Tempos unseres Guides, haben wir alle ueberholt und waren innerhalb von 40 min oben, noch vor Sonnenaufgang, so haben wir uns dann gefuehlt, schon frueh total verschwitzt und fertig. Sonne da, knips, knips, viele Fotos gemacht aber auch viele Leute dort. Als wir zum Fruehstueck wieder im Hotel waren, mussten wir feststellen, dass wir von dort genau so eine gute Sicht auf die Berge hatten, verdammt, den Weg haetten wir uns sparen koennen. Naja erstmal essen, dann kann es weitergehen. Ueber Stock und Stein, einige Treppen, einige Stunden durch den Dschungel aber viel entspannter als gestern, eine Erholung sozusagen. Das Hotel in Tadapani war naja, die Dusche wurde mit einer Gasflasche beheizt bzw das Wasser und es kam nur ein ganz niedlicher Strahl raus, dafuer sollten wir auch noch RS 100 zahlen, ca 1 Euro aber da haben wir uns geschickt gedrueckt ;)



4. Tag Tadapani (2630m) -> Chhomrong (2050m) ->6.5 h

6 Uhr aufstehen, zum Fruehstueck gabs Muesli und dann gings los. Vorbei an unzaehligen Hanfplantagen, jeder Bauer hat eine, denn Polizei kommt hier sicher nicht her, der eine Bauer hat mehr, der andere weniger. Der groesste Baum war wohl 3,00-4,00 m hoch, Wahnsinn, naja bringt wohl mehr Geld als Reis. Wir sind unzaehlig viele Reisplantagen und Treppen nach unten, dann wieder hoch, um dann wieder nach unten zu laufen. Der 4. Tag war recht anstrengend aber ok, am Abend gabs dann Knoblauch Momos, es ist immer eine Ueberraschung, was mach bekommt, ich habe Tomate Cheese Momos bestellt und Spinat Knoblauch Momos bekommen, mmh.
Geduscht haben wir uebrigens lieber mit einer Taschenlampe, da Julian sich nicht mit der Duschkopf - Lampenfassungkombination anfreunden konnte.


5. Tag Chhomrong (2050m) -> Dovan (2505m) -> 7.5h


Wie soll es anders sein wandern, wandern, wandern, schoene Aussichten von unterwegs, ganz viel geschwitzt und geflucht, wie immer. Die Dusche in Dovan kostet RS 150, dafuer waren wir zu knausrig und haben kalt geduscht, sehr kalt. Anstelle der heissen Dusche haben wir uns 2 Snickers gegoennt, erschien uns sinnvoller, denn kaltes Wasser macht auch sauber aber Schokolade macht gluecklich :) Das Zimmer fuer diese Nacht mussten wir uns mit 2 daenischen Maedels teilen (wir haben sie unterwegs schon mehrmals passiert und waren uns nicht fremd), da angeblich kein Doppelzimmer mehr frei war, unser Guide war der Beste im Nicht-Organisieren. Wir haben unterwegs andere Deutsche getroffen, die ohne Guide unterwegs waren und immer ein Doppelzimmer hatten aber bei uns gings halt nicht, mmh komisch.

6. Tag Dovan (2505m) -> Annapurna Base Camp (4130m) -> 9h


Gegen 7 Uhr gings los, es war ziemlich kalt und wir hatten uns eingepackt, Muetze, Schal, Handschuhe. Nach einer Stunde kamen die Hitzewellen, alles aus, es war aber immernoch kalt. Beim ersten Zwischenstopp in "Himalaya" haben wir die Jacken wieder angezogen, war einfach zu kalt. Weiter nach Deurali, wo eigentlich Lunch sein sollte, da wir aber gut in der Zeit lagen, haben wir nur einen Snackbreak und es geht weiter zum "Machhapuchre Base Camp"(3700m),nochmal 2 hardcore Stunden Trekking, ich hab gedacht, ich schaff es nicht, Kopfschmerzen, zittern, boah, abartig, so viele Hoehenmeter in einem Tag sind einfach zu viel. Nachdem wir im "MBC" angekommen sind, gab es erstmal Lunch, der Himmel war trueb und es war total nebelig. Nach dem Lunch ging es in Slowmotion weiter zum ABC nochmal 430m hoeher. Dort angekommen, waren wir froh, dass wir ein Zimmer bekommen haben, wieder mit den Maedels aber besser als bei -10 Grad im Zelt zu schlafen. Zum Abend gabs lecker Pizza zur Belohnung und natuerlich ein Snickers. Der Eimer heisses Wasser kostet hier RS 250, daher haben wir (wie fast alle) darauf verzichtet.



7. Tag  Annapurna Base Camp (4130m) -> Bamboo (2300m) ->7h

2 Uhr nachts bin ich aufgewacht, meine Blase hat mich geweckt, ganz leise, damit niemand wach wird raus. Wow, was fuer eine Aussicht, der Sternenhimmel und ringsherum die Monsterberge mit Schnee bedeckt, ich musste Julian wecken, das ist es wert, mitten in der Nacht aufzustehen. Am morgen haben wir den Sonnenaufgang fotografiert, schnell fruehstuecken und dann gehts auch schon wieder zurueck nach Bamboo, wo wir uns auch wieder mit den Maedels ein Zimmer teilten.


8. Tag  Bamboo (2300m) -> Jhinu -> 6.5 h


In der Nacht hat es geregnet wie Sau, Blitz, Donner. Hoffentlich hoert das bis morgen auf. Nix, es regnet, also muessen wir im Regen losmarschieren. Nach ca 1 Stunde hat es aufgehoert und die Stufen haben wieder angefangen, ganz viele Stufen hoch und ganz viele Stufen wieder runter, vorbei an Chhomrong, wo wir bereits schon waren und wussten, dass wir die ganzen Stufen wieder hoch muessen. In Jhinu sind wir gegen 14 Uhr angekommen und gegen 16 Uhr ging es zu den heissen Quellen, die sich dort befinden, direkt neben dem Fluss, zu dem man aber wieder haufenweise Stufen runtrelaufen muss und dann wieder hoch. Die heissen Quellen waren sehr entspannend, bis auf den Blutegel, den ich danach an meinem Knoechel vorgefunden habe und auf die Stufen haetten wir auch verzichten koennen.


9. Tag Jhinu -> Syauli Bazar -> 6 h

An diesem Tag waren wir flott unterwegs, so dass wir die Mittagspause bzw das Lunch auf unser Endziel verlegt hatten, welches wir gegen 13 Uhr erreichten, Julian konnte vor Schmerzen im Knie kaum laufen und ist mehr gehumpelt, waren zu viele Stufen fuer seine Knie. Am Abend hat Birkgram unser Guide "Raksi" ausgegeben, das ist nepalesischer Wein, der mich sehr stark an Sauerkrautsaft erinnert, naja, komisches Gesoeff.

10. Tag  Syauli Bazar -> Nayapul -> 2h


Das leckerste Fruehstueck waehrend des Trekkings, es gab Schokopancake und Bananapancake, mmh yummy. Die Wanderung hat nur 2 Stunden gedauert, mehr haette Julian mit seinen Knien auch nicht laufen koennen, dann wieder ins Taxi 1.5 h abenteuerliche Fahrt nach Pokhara.


Donnerstag, 13. Oktober 2011

Pfannenkuchen, Kathmandu-Durban-Square und Kirtipur

Am Sonntag (09.10.11) sind wir gemuetlich aufgestanden und freuten uns als wir sahen, dass es Pfannenkuchen zum Fruehstueck gibt :-)

Ich schmierte mir auf meinen dicke Apfelmarmelade drauf und rollte ihn zusammen, biss rein und musste feststellen, dass der Pfannenkuchen irgendwie seltsam bzw sogar eckelig schmeckte. Ich wusste jedoch nicht so richtig wonach. Parallel dazu beobachtete ich Jessica, die mir gegenueber sass, wie sie ihren Pfannenkuchen ebenfalls mit Marmeldade bestrichen hatte und noch einen zweien obendrauf legte um eine Art Sandwitch zu machen.
Sie bemerkte zwar meinen komischen Blick aber biss trotzdem hinein um dann meinen Blick zu verstehen!
Wir waren nicht die einzigen die dieses Phaenomen hatten und kurz danach fragte jemand ob da Knoblauch drin sei.
Surita, unsere Hostelchefin, lachte froehlich und merkte erst kurz danach, dass es keinem wirklich scheckt.
Wie sich spaeter rausstellte, hatte sie mal von einem Gast ein Pfannenkuchenrezept bekommen, in dem stand dass man es mit Banannen, Aepfeln etc. verfeinern kann. Surita hatte nun als "etc" Knoblauch, Ingwer und andere Gewuerze gewaehlt.

Am Montag sind wir dan nochmal nach Thamel gefahren um unsere Trekkingtour in das Annapurnamassiv zu buchen.
Wir buchten letztenendes den 10 Tages Trekk zum Annapurna Base Camp fuer 500$ p.P.

Im Anschluss sind wir zum Kathmandu-Durban-Square gelaufen und haben uns diesen angeschaut.
Da er aehnlich wie der in Patan ist hat es nicht lange gebraucht und sind weiter gezogen um die Post zu suchen.

In den verwinkelten Gassen haben wir dann durch Zufall die beruechtigte "Freak Street" gefunden, in der in den 70er Jahre die ganzen Hippies lebten. Aber bis auf den Strassennamen war davon nicht mehr viel uebrig (ausser diesem komischen blonden Typen mit Sommersprossen, der fliessend nepalesisch spricht und Floeten verkauft).

Um uns ein bisschen auf den Trekk vorzubereiten, sind wir dann von Thamel nach Patan zurueck gelaufen.
1,5 Stunden spaeter und einige kleine aber sehr schoene Tempelanlagen sind wir dann in unserem Hostel angekommen.



Am Dienstag sind wir dann nach dem Fruehstueck nach Kirtipur gefahren. Kirtipur ist ca 25 Minuten von Kathmandu entfernt und war sogar mal die Hauptstadt von Nepal.
Von hieraus konnte man zu ein paar kleinen Wasserfaellen laufen (ca 20 min. zu Fuss).
Dort angekommen, mussten wir jedoch feststellen, dass die hiesige Definition von Wasserfaellen nicht unserer entsprach. Es waren letzendlich nur ein paar Stufen im Fluss, aehnlich wie die Dreisam :) .


Da wir Hunger bekommen hatten, sind wir mit dem Bus nach Thamel gefahren und haben Mo:Mo gegessen.
Mo:Mo's sind sehr leckere, verschieden gefuellte Teigtaschen, die entweder gedaempft oder fritiert werden.

Gegenueber dem Mo:Mo laden stand ein schoener Kaefer welcher mich, auch wenn er meinem nicht wirklich aehnelt an meinen Ferdinand errinnerte...


Um zurueck nach Patan ins Hostel zu kommen haben wir uns fuer die Fahrt mit einem Tuk-Tuk entschieden, bei dem wir einmal umsteigen mussten.
Als wir ausstiegen, stellte ich entsetzt fest, dass ich meinen wunderschoenen Hut verloren habe :-(
was mich den gesamten restlichen tag  unglaublich aufregte...

Am naechsten Tag sind wir also wiedereinmal nach Thamel gefahren, da ich einen neuen Hut brauchte.
Dort angekommen hat Jess sich eine "gammel-Hose" gekauft und ich wenig spaeter einen neuen Hut.
Dieser ist zwar nicht annaehernd so gut und bequem wie mein alter Hut aber er tut seinen Zweck.

Nun sind wir nach Hause gelaufen und haben unsere Sachen fuer die morgige fahrt nach Pokhara gepackt und uns schonmal seelisch auf unseren Trekk vorbereitet, soweit das moeglich ist.


 Wer sich uebrigens gerne ueber Schlagloecher und schlechte Verkabelung aufregt sollte lieber nicht nach Kathmandu kommen...

 

Sonntag, 9. Oktober 2011

Bouddhanath, Pashupatinath-Verbrennungsstaette am Fluss, Swayambhu-Affentempel

Bouddhanath ist eine riesen Stupa mit viel Geschichte und ganz vielen Gebetsmuehlen. Wir waren dort in einem Tempel und haben eine Zeremonie mitgemacht, bei der am Ende Reis geschmissen wurde und der Abdai Lama, der auch dort war, hat das Gebet vorgelesen. Anschliessend waren wir einen Bananen-Kaffee-Milchshake trinken und haben noch einige kleinere Stupas besichtigt.





Dann ging es ca. 30 min zu Fuss zum Tempel und zur Verbrennungsstaette Pashupatinath, der Tempel war voll mit Affen und Gurus mit Filzhaaren, falls man das noch Haare nennen kann, wohl eher Flo(h)kati . An dem Fluss, wo die Toten verbrannt werden, spielen die Kinder unmittelbar davor im Wasser, was fuer die absolut nomal ist. Die Toten werden, auf der einen Seite vom Fluss gewaschen und 100 m weiter zum Verbrennen vorbereitet. Dazu werden sie auf eine Holzbridge gelegt, wo Feuerholz drunter und Stroh auf die Toten drauf gelegt wird, dann beginnt die Verbrennung. Die Seele wird durch diese Zeremonie befreit und kann in einem neuen Koerper wiedergeboren werden.


Swayambhunath ist der Affentempel auf einem Berg, wobei ich mehr Affen erwartet habe aber kein Problem, ich mag diese Viecher sowieso nicht, sind zu aufdringlich und gierig. Der Tempel ist sehr schoen allerdings auch sehr beliebt bei den Touristen. Nach der Tempelbesichtigung ging es dann nach Thamel, noch mehr Touristen in diesem Ortsteil, wohl die Touristenhochburg in Kathmandu. Dort haben wir den Tag in Reiseagenturen verbracht, um festzustellen, dass wir nicht nach Tibet reisen werden, da es mit 1000 Euro fuer 7 Tage einfach zu teuer ist (wer spenden will- wir haben nichts dagegen ;) )  anstelle dessen werden wir eine Trekkingtouer fuer 10 Tage durch den Himalaya bzw durch die Annapura Region machen, wir haben einen persoenlichen Guide und Helikopterrettung inklusive. So ein Helikopterflug waer fuer den Rueckweg nicht schlecht, ob ein verstauchter Finger wohl auch Helikopterrettung benoetigt ;)   ---> die Route fuehrt durch diverse kleine Orte bzw Doerfer mit Uebernachtung in Teehaeusern und endet am Basecamp des Annapura Passes auf 4100m, das kann was werden :)